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22.10.2017, 18:00 Uhr (Sonntag)

Irish Folk Festival Kilkennys, An Erminig, Henry Girls Veranstaltungsort: Zeltpalast, Merzig
28€
Am 22. Oktober dürfen sich alle Liebhaber und Fans der „Grünen Insel“ auf einen musikalischen Leckerbissen freuen. Drei brillante Formationen sind im Zeltpalast zu Gast und zelebrieren die musikalische Lebensfreude ihrer Nation. Traditionell und doch quicklebendig sind die Klänge, die die Menschen auf der ganzen Welt schon seit Jahrzehnten mitreißen. Voller Energie präsentieren die Musiker sowohl alte musikalische Wurzeln als auch neue musikalische Brücken, die sich im Laufe der Jahre herausgebildet haben. Tickets für dieses besondere Konzerterlebnis gibt es an allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen, im Ticket-Büro der Villa Fuchs in der Stadthalle Merzig und unter 06861/93670. Eine Veranstaltung der Stadt Merzig in Zusammenarbeit mit dem Kreiskulturzentrum Villa Fuchs.

Wenn man an die typische Präsentation von traditionellem Irish Folk denkt, kommt einem automatisch eine Band wie The Dubliners in den Sinn: Altersweise Raubeine und Haudegen, die viel von der Welt gesehen haben und deren Geschichten man gern zuhört. Dieses Bild ist zugegebenermaßen nicht ganz frei von Klischees. Deshalb kommt eine Band wie die Kilkennys gerade recht, damit aufzuräumen. Denn den vier jungen Männnern gelingt es, der traditionellen irischen Musik einen Energieschub zu verpassen, der ihnen nicht nur die Aufmerksamkeit der Traditionalisten, sondern auch eines erheblich jüngeren Publikums beschert. Ihr unbeschwerter, jedoch nie respektloser Umgang mit der musikalischen Tradition ihrer Heimat, ihr grandioser Gesang und die absolute Könnerschaft an traditionellen Instrumenten wie Bodhrán, Mandoline, Banjo und Gitarre überführt den traditionellen Irish Folk ins Hier und Jetzt. Ihre Konzerte sind Orte der Zusammenkunft und des gemeinsamen Feierns – wie kaum einer anderen Band gelingt es Davey Cashin, Rob Campion, Tommy Mackey und Mick Martin seit über 15 Jahren, die Barriere zwischen Bühne und Publikum im Nu aufzuheben und die stetig größer werdenden Säle in eine klatschende, stampfende und mitsingende Gemeinschaft zu verwandeln. Im Gepäck hat die Band natürlich auch das 2017 erscheinende Album „The Homeland“.

Die renommierte, bretonische Folkformation außerhalb der Bretagne „An Erminig“ bereichert ebenso das Festival. En Erminig sind vier Jahrzehnte kontinuierliche eigenständige Arbeit an der keltischen Musik der Bretagne, unzählige Konzerte in vielen europäischen Ländern, mehrere Tonträger, viele Liveprogramme und einen anerkannten Status als musikalische Botschafter des keltischen Teils von Frankreich. Das Konzertprogramm der Gruppe umfasst das traditionelle, bretonische Liedgut ebenso wie den typisch bretonischen Wechselgesang. Das Hauptgewicht des Repertoires liegt allerdings auf dem traditionellen Tanz.
Die Ursprünge der Musik von „An Erminig“ gehen auf die Tanzrhythmen zurück, wie sie noch heute auf den typischen bretonischen Tanzfesten, den „Fest-Noz“, fortleben.
Ihr Einfluss ist im Repertoire der Gruppe ständig spürbar, so dass jedes Konzert immer auch Fest-Noz-Atmosphäre vermittelt. Mit dem neuen Programm „Plomadeg“ gastieren sie im Zeltpalast und erzählen mit (Tanz-)Liedern und Balladen heitere, bewegende, aber auch traurige Begebenheiten aus dem täglichen Leben der bretonischen Landbevölkerung.

Karen (Fiddle Vocals), Lorna (Vocals, Accordeon) und Joleen McLaughlin (Harfe, Piano, Vocass) sind in ihrer Heimat Malin, einem malerischen Städtchen auf der Inish Eoghain Halbinsel in Nord Donegal, schon von jeher als „The Henry Girls“ bekannt. Früh schon bekamen die jungen Mädchen Unterricht und zu Hause war mehrstimmiges Singen an der Tagesordnung, heute ist es ihr Markenzeichen. Mittlerweile gelten sie als eine der wegweisenden neuen Folk Gruppen Irlands mit einem persönlichen Stil. In ihrem Bühnen-Programm reisen sie in beiden Richtungen übers Meer und fischen in wilden Gefilden: New Folk, Bluegrass, Pop, Irish Tradition, Balladen, aber auch Anleihen bei den swingenden Andrew Sisters der 30er Jahre, Crosby Stills & Nash oder den Dixie Chicks sind auszumachen. Typisch und eher un-irisch ist der komplexe und intensive dreistimmige Gesang, neben gekonnt abgestimmten Vokalharmonien mit einer zusätzlichen „Gänsehaut“-Intensität, die nur drei über ihre gemeinsamen Lebenslinien verbundene Geschwister erzeugen können. Für ihre erste eigene Tournee in Deutschland bereiten sie eine Klangreise vor, von den stürmisch-rauen nördlichsten Klippen Irlands über das glitzernde nächtliche New York ins bluesgetränkte Memphis bis zu den keltischen Auswanderern und ihren sehnsüchtigen Klängen im bergigen Südosten der USA führen wird.
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